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Xustha

Die Xustha sind eine humanoide, technologisch hochentwickelte Spezies in unserer Galaxie. Bisher bestehen keine Beziehungen zu den Menschen, doch die Kontaktaufnahme ist seitens der Xustha geplant und wird vorbereitet.

Aussehen/Physiologie

Da sie von einer kühlen, eher lichtarmen Welt stammen, ist die Haut der Xustha in verschiedenen Schattierungen weiß. Die meisten würden selbst verglichen mit einem Menschen aus nordischen Ländern noch blass wirken. Braune oder gar schwarze Hautfarben gibt es nicht.

Ähnlich sieht es mit den Haaren aus. Die Palette reicht von weiß bis blond, sehr selten kommt auch ein dunkles Blond vor.

Die Augenfarben erstrecken sich über eine ähnliche Vielfalt wie bei den Menschen, auch wenn die Farbtöne satter und auffallender sind. Bei direkter Beleuchtung zeigen sie einen ähnlichen Reflexionseffekt wie z.B. bei Katzenaugen.

Die Statur der Xustha ist eher schlank und athletisch angelegt, auch wenn es hier natürlich je nach Veranlagung und Trainingszustand Unterschiede gibt. Ihre Anatomie ist auf schnelle, anpassungsfähige Bewegungen ausgelegt.

Durch die hohe Schwerkraft auf ihrem Heimatplaneten weisen sie im Vergleich zu den Menschen eine höhere Knochendichte auf und sind im Durchschnitt ein wenig kleiner gewachsen.

Bedingt durch ihre evolutionäre Vorgeschichte sind die Xustha mit verschiedenen Vorzügen eines Raubtiers ausgestattet. Dazu gehört ein raubtierähnliches Gebiss und krallenartige Finger.

Die wichtigsten Körperfunktionen ähneln denen der Menschen. So würde man die Xustha nach dem auf der Erde genutzten Ordnungssystem wohl als Säugetiere klassifizieren. Sie besitzen eine gleichbleibende Körpertemperatur, die aber bedingt durch ihre kältere Heimat nur um die 30 °C liegt.


Verhalten

Obwohl sie einen ausgeprägten Jagdinstinkt besitzen, sind die meisten Xustha weder bösartig noch sonderlich aggressiv. Sie lernen von klein auf den Umgang mit verschiedenen Charakteren und anderen Lebensformen. Die Anfänge im Umgang mit anderen Bewohnern der Galaxie gestalteten sich schwierig, da die meisten Mitglieder dieser Spezies eher mit einer natürlich Skepsis ausgestattet sind als mit großer Offenheit oder Neugier.

Ein klassisches Familienleben, wie es die Menschen kennen, gibt es bei den Xustha nicht. Die Kinder werden vom jeweils gleichgeschlechtlichen Elternteile (also Söhne von den Vätern und Töchter von den Müttern) aufgezogen. An der Lehrmeinung, dass dies ein evolutionär vorgegebenes Lebens- und Erziehungskonzept ist, wird zunehmend gezweifelt. Einige Wissenschaftler führen es stattdessen auf einen kulturellen Umbruch am Übergang von der Jäger- zur industriellen Gesellschaft oder der Zeit der Besatzung durch die Varch zurück.

Dauerhafte Partnerschaften sind eher eine Seltenheit. Soziale Gruppen bilden sich vorwiegend durch gemeinsame Betätigungen wie Hobbys oder den Beruf.


Beziehungen zu anderen Spezies

Die interplanetaren Beziehungen gestalteten sich in ihrer Frühphase eher schwierig, da die Xustha es vorzogen, unter sich zu bleiben. Das Misstrauen Fremden gegenüber war aufgrund schlechter Erfahrungen groß. Inzwischen hat sich die Situation gebessert und die Xustha leben in einem lockeren Bund mit zwei anderen Spezies, der vor allem auf einem Austausch von Versorgungsgütern und Wissen basiert.

Kontakt zu neuen, noch unbekannten intelligenten Lebensformen wird üblicherweise mit sehr viel Vorsicht und Zeit angegangen. Trotzdem wird er inzwischen als wichtig empfunden, da die frühzeitige Verständigung viele Probleme und Konflikte vermeiden kann. Abgesehen davon hat es sich gezeigt, dass es für einige Spezies in ihren kritischen Entwicklungsphase hilfreich oder gar überlebensnotwendig ist, unterstützt zu werden. In solchen Fällen ist es üblich, Kundschafter zur Beobachtung und Erkundung einzuschleusen.

Aceszi – Bündnispartner

Zu den Szulir haben die Xustha ein besonders enges Verhältnis, da diese Spezies sie vor der Ausrottung bewahrte. Beide Völker arbeiten in verschiedenen Bereichen eng zusammen und haben ähnliche Einstellungen, wobei die Szulir ein wenig kämpferischer, abenteuerlustiger und offensiver sind.

Mit dem zweiten Bündnispartner verbindet die Xustha vor allem ein reger Handel sowie der Austausch von Informationen mit den weitgereisten Händlern.

Varch

Die Varch suchten vor vielen Generationen die Heimatwelt der Xustha heim und eroberten diese. Die Besatzungsmacht veränderte die kulturellen Verhältnisse maßgeblich und dauerhaft und hinterließ größtenteils verbrannte Erde, als sie wieder abziehen musste.

Sprache/Kultur

Die Kultur der Xustha kennt nach wie vor viele verschiedene Sprachen, die ihren Ursprung fast ausnahmslos in der Zeit der Stammesverbände hat. Daneben beherrscht aber fast jeder eine weitere, künstlich geschaffene Sprache, die zur Kommunikation innerhalb des Technologie- und Handelsbündnisses eingeführt wurde.


Die Gesellschaft der Xustha wird von einer gemeinsamen, gewählten Regierung geführt. Vor der Besatzungszeit wurde politische Macht vor allem von den Stammesführern ausgeübt, die schließlich gegen Ende dieser Ära einen Herrscher aus ihren Reihen wählten, der die Geschicke des Volkes lenken sollte. Noch heute berufen sich einige Familie auf die Abstammung von diesen Stammesführern, die wohl der bei den Menschen bekannten Adelsklasse am nächsten kommen. Allerdings lassen sich daraus längst kein politischer oder gesellschaftlicher Einfluss oder andere Besserstellungen ableiten.

Die Regierung untersteht dem Bündnisrat, in dem die drei Spezies gemeinsam gewisse Wegpunkte für ihre Zukunft festlegen.

Religiöse Gemeinschaften gibt es nur vereinzelt und in geringer Verbreitung. Rituelle Handlungen sind eher mit der alten Jägerkultur verbunden, die das private Leben auch in Zeiten der Hochtechnologie noch stark prägt. Sie ist auch Grundlage für die meisten Formen von Kunst. Es gibt allerdings auch eine Kunstszene, die sich intensiv mit der Aufarbeitung der Besatzungszeit beschäftigt.

Partnerschaften zwischen Mann und Frau sowie Familien im klassischen Sinne gibt es nicht. Paare finden sich fast ausschließlich dann in beziehungsähnlichen Verhältnissen zusammen, wenn sie Kinder in die Welt setzen wollen. Ist dann ein gemeinsames Kind geboren, verbringt es die erste Zeit bei der Mutter, bis es nicht mehr von dieser abhängig ist, und bleibt dann bei dem Elternteil, der seinem eigenen Geschlecht entspricht: Töchter werden also von ihren Müttern, Großmüttern, Tanten usw. großgezogen und Söhne von ihren Vätern, Großvätern usw. Es kommt eher selten vor, dass sich ein Paar ein zweites Mal zusammenfindet, um ein Kind zu zeugen. Somit sind die meisten Geschwister bei den Xustha Halbgeschwister.

Über diese Lebensweise gibt es immer wieder Diskussionen, da ihr Ursprung aufgrund mangelnder historischer Aufzeichnungen nicht belegt ist. Manche halten sie für natürliches Verhalten, andere für eine Folge der Besatzungszeit.

Eine generelle Ungleichbehandlung eines der beiden Geschlechter gibt es nicht. Allerdings werden in manchen Kulturkreisen Frauen höher geschätzt, da in alten Zeiten die Fähigkeit, Kinder auf die Welt zu bringen, als Geschenk und Begünstigung durch die damals verehrten Schöpfungsgottheiten angesehen wurde. Ansonsten gibt es keine typisch männlichen oder typisch weiblichen Aktivitäten oder Berufe.

Geschichte und Entwicklung

Der erste gesicherte Vorfahre der Xustha war ein kleines, schuppiges Brückentier, genannt Lufai, das den Übergang vom Leben im Wasser aufs Land schaffte. Eine leicht weiterentwickelte Form dieses Wesens existiert noch heute und ist Mittelpunkt eines religiösen Kults.

Der Entwicklungszweig, dem die Xustha entstammen, tendierte verhältnismäßig schnell in Richtung zweibeiniger Säugetiere, die sich in kleinen Stammesverbänden zusammenschlossen und Sprache und Kultur entwickelten.

Mit wachsender Population vereinigten sich immer mehr dieser Stämme um eine bessere Arbeitsteilung zu realisieren. Mit Beginn dieser Fusionen wurde auch eine technologische Entwicklung in Gang gesetzt. Die Spezies entwickelte sich ohne größere Einschnitte bis zu einer raumfahrenden Zivilisation.

Die ersten Schiffe mit Überlichtantrieb waren bereits im Bau, als eine fremde Spezies, die Varch, in das Territorium der Xustha eindrang und das eher spärlich bewaffnete Volk unterwarf. Die Besatzungsmacht sorgte für starke kulturelle Umbrüche, darunter auch die Zerstörung der Stammesverbände und die heute noch übliche getrennte Lebensweise der Geschlechter. Es gelang den Xustha nur mühsam, sich nach langer Besetzung zu befreien. Allerdings hinterließen die Varch ihnen eine zerstörte, orientierungslose und unorganisierte Kultur sowie einen verwüsteten Heimatplaneten, der ihnen auf längere Sicht keine Überlebensgrundlage mehr bot. Die folgende Zeit war von Hungersnöten, Seuchen und sozialen Unruhen geprägt.

Als Retter in der Not erwies sich weiterer Besuch von den Sternen. Die Szulir nahmen sich der bisher unentdeckten, notleidenden „Nachbarn“ an. Sie halfen bei der Renaturierung der Heimatwelt der Xustha und teilten ihre wichtigsten technologischen Erkenntnisse, sodass beide Spezies innerhalb kürzester Zeit gemeinsame Aktivität in Forschung und Raumfahrt aufnahmen.

Seit dieser Zeit ist die Gesellschaft der Xustha politisch und kulturell recht homogen. Die alten Stammesverbände wurden nicht wieder aufgenommen und die Geschlechtertrennung beibehalten. Viele Aufzeichnungen, Überlieferungen und Erinnerungen an die Lebensweise vor der Besatzung sind verloren gegangen.

Einige Generationen später wurde das Bündnis um eine dritte Spezies erweitert, zu der vor allem rege Handelsbeziehungen bestehen.

Mit der Zeit spezialisierte sich die Forschung und Entwicklung der Xustha auf Medizin- und Biotechnologien. Außerdem wurde ein Programm ins Leben gerufen, dem vor allem die Gestaltwandlerfähigkeit zugute kommt, um neuentdeckte Spezies zu erforschen und zu entscheiden, ob Kontakt hergestellt werden soll. Das neusten Objekt dieser Bemühungen ist die Menschheit.


Besondere Fähigkeiten

Die bemerkenswerteste Fähigkeit der Xustha ist die Möglichkeit zur Gestaltwandlung in den Grenzen ihrer natürlichen Physiologie. Variiert werden können dabei z.B. Haarfarbe, Hautfarbe, Augenfarbe, Struktur der Körperoberfläche (z.B. Form von Gliedmaßen, Nachbildung von Schuppen) und in beschränktem Maß auch die Körpergröße. Eine Veränderung über diese Grenzen hinaus ist theoretisch auch möglich, führt aber schnell zu dauerhaften Deformationen des Skeletts und schweren Organschäden, da sich die innere Anatomie nicht umwandeln lässt.


Stärken und Schwächen

Zu den Stärken der Xustha zählt die hervorragende Sehfähigkeit, vor allem in der Nachtsicht. Außerdem hat ihnen ihre Vergangenheit als Jäger und Raubtiere schnelle, sichere Reflexe vermacht. Weiterhin verfügen sie über eine überdurchschnittlich gute Regenerationsfähigkeit.

Zu den Schwächen zählt vor allem eine Anfälligkeit der Sonnenstrahlung gegenüber, da diese Spezies an starke Lichteinwirkung nicht angepasst ist. Die Gestaltwandlungsfähigkeit hilft hier nur bedingt aus.

Weiterhin meiden die Xustha wenn möglich die Hitze, da auch ihr Kreislauf nicht auf solche Verhältnisse eingestellt ist. Ein gewisses Maß an Gewöhnung durch Training ist natürlich möglich.

Auch wenn es um die Zusammensetzung der Atmosphäre geht, ist ihr Körper recht anspruchsvoll. Die Gewöhnung an eine andere Luftzusammensetzung sowie abweichende Druck- und Schwerkraftverhältnisse ist schwierig und nicht völlig risikofrei.


Territorium und Bevölkerung

Die Heimatwelt der Xustha ist ein kalter, sonnenferner Planet, dessen Oberfläche zu ca. 70% ganzjährig vereist ist. Die Atmosphäre ist so dicht, dass verhältnismäßig wenig Sonnenlicht hindurchdringt und die große Masse führt zu einer hohen Schwerkraft.

Siedlungen aller Art sind vor allem in Küstennähe auf den eisfreien Kontinenten oder auf den dickeren Eisschichten zu finden.

Seit Beginn des Raumfahrtzeitalters sind diverse Kolonie und Stützpunkte auf Raumstationen sowie auf Monden entstanden. Der geeignete Lebensraum für eine planetare Kolonie konnte bisher nicht gefunden werden. Diese Außenposten sind recht dünn besiedelt und setzen in Fragen der Sicherheit lieber auf Tarnung als auf starke Bewaffnung.

Die aktuelle Bevölkerungszahl beläuft sich auf ca. 3,5 Milliarden. Damit gehören die Xustha zu den zahlenmäßig kleineren Völkern unter den raumfahrenden Spezies unserer Galaxie. Die meisten Ansiedlungen zählen nicht mehr als 1-3 Millionen Einwohner, die sich gern auf einem großen Territorium mit weiträumig naturbelassenem Gelände niederlassen, in dem die traditionelle Jagd abgehalten werden kann.


Technologie

Die technologische Entwicklung der Xustha ist der der Menschen um mehrere Jahrhunderte voraus. Besonders weit entwickelt sind die Sensoren- und Defensivtechnolgien.

Ein funktionstüchtiger Überlichtantrieb wurde zwar ebenfalls von den eigenen Ingenieuren entwickelt, man entschloss sich aber später im Rahmen des Technolgieaustauschs die wesentlich effektiveren Konstruktionen eines der beiden Bündnispartner zu übernehmen. Ähnlich sieht es mit der Waffentechnologie aus.

Ein weiteres Spezialgebiet der Xustha ist die Medizintechnologie, die im Laufe der Entwicklung große Erfolge erzielt hat, andererseits aber auch strengen Kontrollen und Auflagen unterliegt.


Gefährlichkeit

Die Einschätzung der Gefährlichkeit hängt ein wenig vom Standpunkt bzw. der Situation ab. Generell sind Xustha nicht aggressiv, durchaus aber potentiell gefährlich. Ihre Physiologie stattet sie mit nicht zu unterschätzenden natürlichen Waffen aus und die meisten Angehörigen dieser Spezies sind gut trainiert, da das eigenhändige Erjagen von Nahrung immer noch üblich ist. Es empfiehlt sich also nicht, eine aggressive Abwehrreaktion zu provozieren. Menschen würden bei solchen Begegnungen fast ausnahmslos verlieren.



Bekannte Vertreter

Kundschafter bei den Menschen, dort bekannt als Henry Reed (RPG-Charakter)